Studie zur Halbzeitbilanz der Ampel-Regierung

“Die Ampel hat zur Halbzeit der Legislaturperiode bereits fast zwei Drittel ihres ambitionierten Koalitionsvertrages entweder umgesetzt oder angepackt. Das zeigt unsere aktuelle Studie in Zusammenarbeit mit der Universität Trier und dem Progressiven Zentrum. Überlagert wird die vielversprechende Halbzeitbilanz allerdings durch den öffentlich inszenierten Koalitionsstreit. Entsprechend unzufrieden und enttäuscht zeigen sich die Wähler:innen in Deutschland.”

https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2023/september/halbzeitbilanz-der-ampel-regierung-koalition-setzt-trotz-streits-viele-versprechen-um

Damit stellt die Ampel wohl schon jetzt die erfolgreichste Regierung seit schwarz-gelb 1987 dar.  Siehe Deutsche Wiedervereinigung 😉

Philosophischer Vortrag zum Gendern

https://www.youtube.com/watch?v=yvMGFeQ1gsI

Zusammenfassung

(1) Die feministische Linguistik und die Befürworter des Genderns vertreten die These, Wörter und die Grammatik des Deutschen (speziell das generische Maskulinum) würde Frauen unsichtbar machen, diskriminieren oder nicht angemessen repräsentieren.

(2) Bei einigen Wörtern ist das historisch bedingt der Fall, bei Experimenten zur Grammatik scheint das auf den ersten Blick auch so zu sein.

(3) Viele dieser Experimente sind jedoch wissenschaftstheoretisch fragwürdig: Sie basieren auf falschen Annahmen über die Grammatik des Deutschen, sind nicht repräsentativ, verwechseln Wortassoziationen mit Sprachverstehen, haben ein schlechtes Studiendesign, oder sie sind nicht replizierbar.

(4) In einem grammatisch informierten Experiment werden 99 Prozent der maskulinen Pluralformen (und 94 Prozent der Berufsbezeichnungen) generisch verstanden; Gegenderte Nomen führen in vielen Experimenten umgekehrt nicht oder kaum dazu, dass Probanden mehr an Frauen denken.

(5) Die Grammatik von Einzelsprachen hat keinen bisher nachweislichen kausalen Einfluss auf die Moral.

(6) Gegenderte Formen zeigen teils unlösbare Defizite in der Einheitlichkeit, Lesbarkeit, Lernbarkeit und Verständlichkeit.

(7) Gendern ist in seiner sozialen Funktion ein Progressivitätsmarker, mit dem sich die „kulturelle Klasse“ gegenseitig ihre Gruppenzugehörigkeit signalisiert und sich gegenüber anderen Gruppen abgrenzt.

(8) Fast jeder Deutsche hält Gleichstellung für sehr wichtig, aber in fast allen Umfragen lehnen über Zweidrittel Gendern ab. Offenbar sehen sie Gendern nicht als sinnvolles Mittel der Gleichstellungspolitik an.

(9) Gute konzipierte zukünftige Experimente werden zeigen, ob die starken Annahmen der Genderbefürworter gerechtfertigt sind. Gut begründete Argumente in öffentliche Diskussionen werden zeigen, ob Sprachveränderungen moralisch und politisch gerechtfertigt sind.

Nacht-und-Nebel-Aktion

Als Nacht und Nebel Aktion  wurden Hinrichtungen und Verschleppungen von politischen Gegnern durch Nationalsozialisten in den besetzten Gebieten bezeichnet. Die Abkürzung für die Opfer waren z.B. NN-Gefangener, u.ä. Ein beliebter Deportationsort war das Emslandlager Börgermoor, das bereits 1933 zur Inhaftierung von politisch Andersdenkenden genutzt wurden. Dort ist auch das bekannte Lied “Die Moorsoldaten” entstanden.

Wohin auch das Auge blicket,
Moor und Heide nur ringsum.
Vogelsang uns nicht erquicket,
Eichen stehen kahl und krumm.

Wir sind die Moorsoldaten
und ziehen mit dem Spaten
ins Moor!

Heimwärts, heimwärts jeder sehnet,
zu den Eltern, Weib und Kind.
Manche Brust ein Seufzer dehnet,
weil wir hier gefangen sind.

Wir sind die Moorsoldaten
und ziehen mit dem Spaten
ins Moor!

Hier in dieser öden Heide
ist das Lager aufgebaut,
wo wir fern von jeder Freude
hinter Stacheldraht verstaut.

Wir sind die Moorsoldaten
und ziehen mit dem Spaten
ins Moor!

Auf und nieder gehen die Posten,
keiner, keiner kann hindurch.
Flucht wird nur das Leben kosten,
vierfach ist umzäunt die Burg.

Wir sind die Moorsoldaten
und ziehen mit dem Spaten
ins Moor!

Morgens ziehen die Kolonnen
in das Moor zur Arbeit hin.
Graben bei dem Brand der Sonne
doch zur Heimat steht der Sinn.

Wir sind die Moorsoldaten
und ziehen mit dem Spaten
ins Moor!

Doch für uns gibt es kein Klagen,
ewig kann’s nicht Winter sein.
Einmal werden froh wir sagen:
Heimat, du bist wieder mein.
Dann ziehn die Moorsoldaten
nicht mehr mit dem Spaten
ins Moor!

https://www.volksbund.de/fileadmin/redaktion/Mediathek/0095_Moorsoldaten_lied.pdf

Life Hack: Keine Überschriften lesen!

Das Lesen von Überschriften in den Online-Auftritten deutscher Zeitungen ist: deprimierend, langweilig und irreführend – Zeitverschwendung.

Besser wäre, z.B.:

– Einen Wikipediaartikel lesen (z.B. Artikel des Tages)

– Ein Buch lesen (z.B. ein Sachbuch von der Spiegelbestsellerliste)

– Die Fußnoten eines gelesenen Buches lesen

– Die Literaturhinweise eines bereits gelesenen Sachbuches lesen

oder eben…

– Eine richtige Zeitung lesen. Eine auf Papier gedruckte Zeitung ist im Vergleich zu den gängigen Onlinevarianten, ein geniales Medium. Einfach mal ausprobieren und die Vorteile selbst erfahren:

Fairer. Weniger Werbung. Dafür hat man auch etwas bezahlt.

Unaufgeregter. Weniger grelle Überschriften. Es müssen keine Klicks generiert werden.

Ausgesuchter. Umfangreiche, gut recherchierte Artikel sind viel sichtbarer aufgrund ihres Platzanspruches. Man liest eher Dinge, die man vorher nicht auf dem Schirm hatte.

Informativer. Infoboxen sind oft sichtbarer. Das Layout setzt thematische Bezüge her.

Kommunikativer. Familienmitglieder/Mitbewohner bekommen mit, was man liest. Man unterhält sich.

Ansprechender. Eine offen auf dem Wohnzimmertisch liegende Zeitung regt zum Lesen an. Auch z.B. Kinder/Jugendliche lesen gerne Zeitung. These: Wenn Kinder nicht lesen, liegt das sicher oft daran, dass die Erwachsenen auch nicht (mehr) lesen (können). Sich durchs Internet klicken und sich dabei Aufregen ist im Zweifel kein Lesen.

 

 

Life Hack: Bargeld!

Neulich gelesen: Du hast zu wenig Freizeit? Dann arbeite doch weniger! Du hast zu wenig Geld? Dann gib doch weniger aus! Könnte eine Option sein? Bei letzterem kann dir Bargeld helfen. Einfach nichts mehr mit Handy oder Karte bezahlen und keine Bestellungen mehr im Internet tätigen. Nur noch das ausgeben, was im Geldbeutel ist.